Festspielsommer in der Oberpfalz.

Etwas, das es nur hier und besonders in der Oberpfalz gibt, ist der mittlerweile über die Landesgrenzen Bayerns hinaus bekannte Festspielsommer.
Eindrucksvolle Historie zeigen die Festspiel Der Guttensteiner auf der Schwarzenburg, Vom Hussenkrieg in Neunburg vorm Wald,
Trenck der Pandur in Waldmünchen, Dr. Eisenbarth in Oberviechtach und Pascher in Schönsee.
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Der Guttensteiner
Nahe Rötz, auf dem 706 Meter hohen Schwarzwihrberg, liegt die malerische Ruine Schwarzenburg. Dort wird in einem mitreißenden Freilichtspiel die Zeit um 1505 wieder lebendig. Heinrich von Guttenstein, ein Ritter böhmischer Abstammung, zieht mit seinem Bruder Dietrich gegen die Reichsstadt Nürnberg zu Felde. Er überfällt ihre Kaufmannszüge. Auch seinen Rötzer Untertanen ist er ein harter Herr. Dass er am Ende als Verlierer seine Burg verlassen muss, liegt in der historischen Entwicklung begründet: Ritterliche Adelsgewalt ist gegen den Reichtum und Einfluss der Reichsstädte ebenso verloren wie Herrschaftsansprüche gegen den aufkommenden Bürgermut. Auf der Schwarzenburg wird das dramatische Spiel von rund 100 Darstellern bei überdachten Zuschauertribünen in Szene gesetzt. Optische Höhepunkte sind der Jagdeinzug des Guttensteiners, der Reiterüberfall auf den Wagenzug und die Beschießung der Burg.
Weitere Informationen: www.schwarzenburg-festspiele.de
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Das Neunburger Festspiel "Vom Hussenkrieg" basiert auf einem historischen Hintergrund, der Schlacht bei Hiltersried am 21. September 1433. Dies ist die einzige größere Schlacht, in der die Hussiten geschlagen wurden.
Jedes Jahr versuchen rund 150 Mitwirkende aus und um Neunburg, unter der Regie von Nikol Putz, die Zuschauer ins Mittelalter zurückzuversetzen.
Dabei verwandelt sich der romantische Burghof der ehemaligen Wittelsbacher-Residenz zum historischen Schauplatz. Eine einmalige Atmosphäre mit lodernden Feuern, Reitergefechten, historischer Musik, scharfen Streitgesprächen, aber auch humorvollen Einlagen, zieht den Zuschauer in ihren Bann.
Weitere Informationen: www.hussiten.de
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Im Freilichtfestspiel "Trenck der
Pandur" wird durch mehr als 400 Laiendarsteller ein Teil der wechselvollen Geschichte der Grenzstadt Waldmünchen während der Zeit des österreichischen Erbfolgekrieges lebendig gemacht.
Man schrieb das Jahr 1742, als der berüchtigte Pandurenobrist Franziskus Freiherr von der Trenck mit seinen wilden Panduren durch das Bayernland zog. Mit einer Kontributionszahlung
von 50 Speciesdukaten konnten sich damals die Waldmünchner die Schonung ihrer Stadt am alten Paß nach Böhmen erkaufen un das Schlimmste verhindern. Unter nächtlichem Himmel wird das
Jahr 1742 lebendig - in der Darstellung großer Reiterszenen - mit Lagerfeuern und aufgaloppierenden Panduren - mit dem Sturm auf die Stadt im Schein lodernder Feuer - im Spiel des
berüchtigt nPandurenführers Franziskus Freiherr von der Trenck -
erregend in seiner Wildheit, Verwegenheit und Grausamkeit -
begeisternd in seiner bedingungslosen Treue und glühenden
Verehrung zu seiner Kaiserin Maria Theresia - erschütternd
in seinem vergeblichen Kampf gegen die Intrigen seiner
Neider - versöhnend in seinem tragischen Ende.
Weitere Informationen: www.trenckfestspiele.de
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Das Doktor-Eisenbarth-Festspiel in Oberviechtach ist ein barockes Volksstück über die schillernde Persönlichkeit des weltberühmten Wanderarztes und Chirurgen Johann Andreas Eisenbarth (1663-1727). Das Stück beginnt mit einer Szene in Göttingen, in der Studenten im Jahr 1800 das bekannte Spottlied vom Dr. Eisenbarth dichten.
In einer Rahmenhandlung schildert dann der Doktor selbst im Dialog mit einem Mädchen seinen Lebensweg: Die Kindheit in Oberviechtach, die Ausbildung zum Chirurgen in Bamberg, das große Examen in Altenburg. Schließlich prunkvoller Einzug des mittlerweile berühmten "fahrenden Landarztes" mit spektakulären Künsten seiner Gaukler, die Heilung dekadenter Adeliger an deren Hof und schließlich die riskante Operation des dahinsiechenden Obristen von Grävenitz auf Befehl des preußischen "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhem I. Weitestgehend authentisch führen über hundert Akteure vor historischer Kulisse auf dem Oberviechtacher Marktplatz ein abwechslungsreiches und mitreissendes Volksspiel voller Dynamik und mit viel Situationskomik auf.
Weitere Informationen: www.doktor-eisenbarth.de
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Pascher - Die Nacht der langen Schatten
Es gibt kaum einen Ort, der so geschichtsträchtig ist wie die Grenzregion rund um Schönsee. Dort, wo sich um jeden Stein Geschichten ranken, wo jeder Fußbreit ganze Schicksale getragen hat, dort wird heuer die Geschichte dieses Landstrichs lebendig. Es ist zum Einen die Geschichte von Menschen, die ihre eigene Geschichte suchen – und zum Anderen einen von jenen, die sie vergessen wollen. Ein Theaterstück, das von diesem Land erzählt, vom harten überlebenskampf und natürlich von den Schmugglern, den "Paschern". Wo immer es Grenzen gibt, da gibt es Schmuggler. So führt das Stück zurück in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Zeiten waren lausig, in mondlosen Nächten haben sich ganze Gruppen aufgemacht, um Kostbarkeiten, ja sogar Vieh über die grüne Grenze zu führen. Vom Grenzfieber erfasst, mit rußgeschwärzten Gesichtern und immer auf der Hut vor den Grenzern wurde für manchen das ganze Leben zu einem Grenzweg. Ein spannendes neues Freilichtspiel, mit über hundert Mitwirkenden vor der herrlichen Kulisse un mittelbar an der Grenze, am Eulenberg.
Weitere Informationen: www.schoenseer-land.de
